Lehrstuhl fuer Rechnerorientierte Statistik und Datenanalyse Uni Augsburg  
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Diplomarbeiten 2001 - 2004

Kerstin Hammon: "Stochastische Modellierung von Spielabläufen"
Frau Hammon hat sich mit einigen Sportfragen beschäftigt, die man am Besten mit statistischen Methoden beantworten kann, aus Basketball, Handball und Volleyball, z.B. wie groß ist der Vorteil der Heimmannschaft?  Wie oft gibt es Reversals?  Es ist ihr gelungen, sehr gute Datensätze zusammenzustellen und sie informativ zu analysieren.
 
Olivia Wartha (Magisterarbeit): "Analysing Edward Hopper - Untersuchung des Werks von Edward Hopper unter spezieller Betrachtung der Personenbilder"
Die Schätzung und Beurteilung von Kunstwerken ist eine sehr subjektive Sache. Trotzdem kann man objektive Einsichten über einen Maler gewinnen, wenn das ganze Oeuvre vorliegt. Frau Wartha hat die Bilder von Edward Hopper in einer Datenbank erfasst, um sie als Gesamtheit analysieren zu können. Daraus hat sie mehrere interessante Schlüsse gezogen, besonders bei der Überprüfung gängiger Meinungen aus der kunsthistorischen Literatur.
 
Ioulia Dietze: "Statistik und Maschinelles Lernen"
In den letzten zehn Jahren hat es viel Forschung auf dem neuen Gebiet Data Mining gegeben. Frau Dietze hat Ansätze aus Statistik und maschinellem Lernen an Hand von Subgruppenentdeckung exemplarisch untersucht.
 
Heike Sommer (Magisterarbeit): "Einsatz der Infografik in der Kunstgeschichtlichen Forschung am Beispiel des Gemäldes "Der Garten der Lüste" von Hieronymus Bosch"
Wenn man annimmt, dass viele historische Kunstwerke den Zweck hatten, Ideen zu vermitteln, dann liegt es nahe, den Einsatz der Infografik für die Analyse von solchen Werken zu überprüfen. Frau Sommer hat die Herausforderung akzeptiert, das berühmte Bild von Bosch, "Der Garten der Lüste", so zu untersuchen. Sie hat die aufschlussreich gemacht und das Potential des Ansatzes von Infografik in der kunstgeschichlichen Forschung unterstrichen.
 
Monika Lehmayr: "Statistisches Text Mining"
Text Mining ist ein sehr breites Feld und es ist schwierig, die verschiedenen Aufgaben und entsprechenden passenden Methoden zu differenzieren und übersichtlich zu erfassen. Frau Lehmayr hat den gegenwärtigen Stand dieses Forschungsgebiets beschrieben und aus dem Blickwinkel einer Statistikerin beurteilt.
 
Ines Glas: "Statistische Analyse und Visualisierung von Spielstrukturen im Volleyball"
In dieser Diplomarbeit wird das Volleyballspiel übersichtlich und informativ auf statistische Weise erfasst. Sie zeichnet sich durch eine sorgfältige Datenerhebung, den aufschlussreichen Einsatz von Graphiken und eine konstruktive statistische Modellierung aus.
 
Claus-Michael Müller: "Grafische Analyse von Portfolios und Märkten"
Zur Darstellung von Portfolio-Performance mittels Skyline Plots war die wirkungsvolle interaktive Software RENOIR von Herrn Müller entwickelt. Er beschreibt geschickt und anschaulich die Vorteile dieses Ansatzes, den mathematischen Hintergrund und wie er die Ideen in Software verwirklicht hat.
 
Larissa Schlecht: "Statistik und Analyse der Wählerwanderungen"
Diese Diplomarbeit gibt einen einsichtsvollen Überblick der Forschung über Wählerwanderungsanalysen wieder. Die Schwächen der in der Literatur besprochenen Modelle werden erkannt und mit Hilfe von Analysen der Bundestagswahlen offenkundig gemacht.
 
René Keller: "Interaktive Visualisierung von Netzwerken"
Mit seiner Software Van Gogh hat Herr Keller ein beeindruckend leistungsfähiges und ansprechendes Werkzeug zur interaktiven Visualisierung von Netzwerken vorgestellt. Die schön beschriebenen Anwendungen belegen die Flexibilität und den praktischen Nutzen von Van Gogh.
 
Andreas Schlögl: "Stochastische Modelle zur Konsistenzüberprüfung von Fußballwetten"
Die verschiedenen Wetten werden mathematisch untersucht und eine Methode entworfen, wie sie auf ihre Konsistenz überprüft werden können. Das Thema wird ausgezeichnet behandelt und die Arbeit ist mit vielen interessanten Beispielen aus der Praxis verdeutlicht.
 
Robert Schmied: "Integrative Hypermediale Didaktik Interaktiver Statistischer Software"
Der Einsatz neuer Medien, um interaktive statistische Software zu erläutern und erklären, wurde geprüft und eine Lernumgebung vorgeschlagen. Herrn Schmied ist es gelungen, eine kenntnisreiche Arbeit vorzustellen, die uns auf diesem didaktischen Gebiet viel voran bringt.
 
Michael Fleischmann: "Webmining durch den Einsatz von Assoziationsregeln"
In dieser Arbeit wird die Analyse von Web-Logdateien durch Assoziationsregeln besprochen. Mit dem Einsatz von selbstentwickelter Software werden vier Datensätze aus der Praxis analysiert.
 
Carolin Gerstmayer: "Entwicklung eines Prognosemodells für Passagierströme in Luftverkehr"
Gute Daten für detaillierte Vorhersagen von Passagierströmen stehen nicht zur Verfügung. Frau Gerstmayer hat untersucht, wieviel man trotzdem mit statistischen Modellen erreichen kann und eine informative Übersicht gegeben.
 
Annette Wanka: "Statistische Untersuchungen von Sterbewahrscheinlichkeiten"
In Zusammenarbeit mit einer Versicherungsfirma hat Frau Wanka Methoden für die Visualisierung und die Modellierung von Sterbewahrscheinlichkeitsdaten untersucht. Sie hat Glättungsverfahren geschickt und wirkungsvoll eingesetzt.
 
Claudia Reilich: Credibility Theorie und Hierarchische "Verallgemeinerte Lineare Modelle"
Konzepte und Anwendungen bei der Versicherung von Fahrzeugflotten. Als eine der Standardaufgaben der Versicherungsmathematik kann die Festsetzung kostendeckender und marktfähiger Tarife seit Jahrzehnten angesehen werden. Der Druck der Konkurrenz und sich verändernder Märkte, aber auch größerer gesetzlicher Spielraum verlangen nach ständiger Innovation in dieser Standardaufgabenstellung. Mit komplexeren Modellen wird versucht, genauere Vorhersagen der Schadensanzahlen zu bestimmen, die als zentraler Punkt in die Prämienkalkulation eingehen. In Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern hat Frau Reilich die Modellklassen der Credibility Theorie, die verallgemeinerten linearen Modelle und die hierarchischen verallgemeinerten linearen Modelle untersucht, insbesondere im Hinblick auf eine Anwendung bei der Haftpflichtversicherung von Kraftfahrzeugflotten.
 
Sigrun Fabian: "Parametrische und nichtparametrische Modelle zur Untersuchung des Stornoverhaltens in der verbundenen Hausratsversicherung"
Kundentreue ist für Dienstleister ein wichtiges Kriterium in der Konkurrenz um Marktanteile. Dies gilt auch für Versicherungsunternehmen, die versuchen ihre Kunden langfristig an das Unternehmen zu binden. Die Stornierung von Verträgen soll deshalb weitgehend vermieden werden, weswegen es für Versicherungsunternehmen besonders interessant ist, die kritischen Zeitpunkte eines möglichen Stornos vorherzusagen, um durch intensive Kundenbetreuung und spezielle Werbeprogramme einer Vertragskündigung durch den Kunden vorzubeugen. Dazu ist es zunächst notwendig, die Ursachen und Hintergründe für eine Stornierung sowie den Zeitpunkt einer möglichen Stornierung im vorhandenen Kundenstamm zu untersuchen. In Kooperation mit der Versicherungskammer Bayern hat Frau Fabian diese Aufgabe für die verbundene Hausratsversicherung mit Methoden der "Uberlebenszeitanalyse" bearbeitet.
 
Simon Urbanek:"Visualization and Analysis of Statistical Trees"
KLIMT ist eine von Herrn Urbanek entwickelte Software, die die interaktive graphische Analyse von statistischen Bäumen ermöglicht. Seine Diplomarbeit beschreibt die Theorie und Struktur anhand von erläuternden Anwendungen.
 
Axel Armstroff: "Anwendung und Erweiterung von CART"
Herr Armstroff hat sich mit Baum-Analysen von Datensätzen mit vielen kategoriellen erklärenden Variablen beschäftigt. Seine Hauptidee liegt darin, die Bäume für alle möglichen Wurzelknoten zu berechnen, um aus der Zusammenfassung dieser Bäume mehr Information aus den Daten zu gewinnen.
 


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